Wir melden uns aus Haderslev. Heute sind wir auf unserem ersten Campingplatz in Dänemark angekommen. Die Fahrt hat sich etwas in die Länge gezogen.
Viele Baustellen haben unsere Route geprägt. Baustellen, an denen wohl seit Monaten nicht mehr gearbeitet wurde. Im Kieskoffer hat sich bereits Unkraut gebildet - Baumaschinen weit und breit keine zu sehen. An sich wäre dies ja kein grosses Problem - wären da nicht die unzähligen Automobilisten, die das Reissverschlussprinzip nicht begriffen haben... Und so tuckerten wir langsam in Richtung Norden.
Kaum hatten wir eine Toilettenpause eingelegt, gab es an Bord kleine Passagiere, die plötzlich eine WC Pause verlangten... Und so legten wir kurz darauf eine erneute Toilettenpause ein :-)
Gegen Mittag steuerten wir die Raststätte Lüneburger Heide Ost an - denselben, wie bereits auf unserer Schwedenreise 2023. Sogar denselben Tisch haben wir beschlagnahmt :-)
Nach einer Stärkung setzten wir unsere Fahrt Richtung Dänemark fort. Die Kupplung hat sich bemerkbar gemacht. Sie hat sich kurz über das längere Stop and Go Manöver (Stau vor Ankunft an der Raststätte) aufgeregt. Das Problem hat sich dann nach wenigen Kilometern in Luft aufgelöst. Es scheint, als hätte sich die Kupplung mit den unzähligen Staus in Deutschland abgefunden.
Die Fahrt zog sich dann doch ziemlich in die Länge. Immer wieder stockender Verkehr und Google Maps war uns auch nur begrenzt eine Hilfe. Immer wieder wollte es uns eine Alternativroute vorschlagen. Es stellte sich uns auch immer wieder die Frage, ob wir Hamburg umfahren sollten oder nicht. Wir entschieden uns, die Route via Hamburg zu nehmen. Es ist immer wieder eindrücklich, entlang des Hafens in den Elbtunnel zu fahren. Unsere Entscheidung haben wir nicht bereut - es gab ein bisschen stockenden Verkehr. Wir kamen aber trotz allem relativ flüssig durch den Elbtunnel. Die vielen Containerschiffe waren sehr eindrücklich!
Als wir die Landesgrenze passierten, waren es nur noch etwa 45min Fahrt bis zu unserem Ziel. Kurz einen Tankstopp eingelegt und rund 80l Diesel gefüllt. Danach liessen wir uns durch Google Maps zum Campingplatz lotsen - keine gute Idee, wie sich später herausstellte... Kurz vor dem Ziel lag vor uns eine Naturstrasse. Etwa so breit wie unser Wohnmobil. Wir entschieden uns, das Wohnmobil zu wenden und eine Alternativroute zu suchen. Zu stark bin ich durch meinen Job geprägt von Naturstrassen und deren Schlaglöcher :-)
Nach einem geringen Zeitverlust durch das wenden und suchen einer Alternativroute, erreichten wir cirka gegen 18:30 Uhr den Campingplatz. Das einchecken hat unkompliziert geklappt und der reservierte Stellplatz war schnell gefunden. Danach folgte das übliche Prozedere, bei welchem jeder Handgriff sass. Parkieren, mit der Wasserwaage die Fahrzeuglage kontrollieren, Stützen ausfahren, Fahrzeug sichern, Landstrom anstöpseln und das Gas aufdrehen. Anschliessend haben wir noch unser Luftvorzelt aufgebaut - auch hier machte sich unsere Routine bemerkbar. Jessi an der Luftpumpe und Paddy daneben - immer schön Kommandos geben und die Arbeiten überwachen. Das ist schliesslich eine ganz wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe ;-)
Die Nähe zur Nordsee war spürbar - der Wind war relativ zügig und das aufstellen des Zelts etwas mühsamer als sonst. Einen Hering da und einen Hering dort. Niemand will, dass sich das Vorzelt während des Aufbaus selbständig macht...
Zum Znacht gab es dann noch Älplermakronen mit Appenzeller Käse. Satt und zufrieden haben die Kinder noch etwas gespielt, bevor wir dann den Feierabend eingeläutet haben.
