Hallo!
Heute stand ein Besuch des nahe gelegenen Wikinger Museum auf dem Programm! Kurz an der Reception für Paddy ein Bike gemietet und schon konnte die abenteuerliche Fahrradfahrt losgehen!
Paddy hatte einen top modernen, mit unzähligen Gängen ausgestatteten Drahtesel gemietet - so zumindest seine Vorstellung. In Tat und Wahrheit erinnerte das Fahrrad wohl eher an die Unteroffiziersschule und die Militärfahrräder... 7 Gänge, 1 Vorderradbremse und Rücktritt, knarzendes Pedallager, wirkungslose Bremse :-)
Nun gut. Man soll ja nicht jammern. Und so fuhren wir los in Richtung Hemmet. Kurz auf Google Maps eine geeignete Fahrradroute gesucht und gleich losgefahren. Immer schön dem Navi folgend - aber war da nicht mal kürzlich etwas mit Google Maps? Genau! Wir erinnern uns, dass Google Maps nicht immer die idealsten Routen anzeigt. Aber diese Erinnerung war in diesem Moment wohl etwas verblasst.
Die Route war richtig toll! Abseits der Hauptstrassen. Auf Kiesstrassen. Vorbei an Landwirtschaftsbetrieben..... und plötzlich bestand der Fahrradweg aus Sand - aus sehr viel Sand! So viel Sand, dass eine Fahrt mit Paddy's Drahtesel nicht mehr möglich war. Na toll! Es hiess: Absteigen! Fahrräder schieben. Die Freude hielt sich in diesem Moment zwar etwas in Grenzen - gelacht haben wir dann trotzdem alle.
Nach etwa 1km mündete die abenteuerliche "Strasse" in eine Hauptstrasse mit Teerbelag. Juhuuuiii! Wir haben uns alle wieder auf unsere Fahrräder geschwungen und setzten unsere Reise nach Hemmet fort. Kurz darauf erreichten wir dann auch unser Ziel - das Wikinger Museum.
WOW! Das war richtig spannend. Es gab sehr viel zu sehen und es war interessant zu sehen, wie die Wikinger einst gelebt, gearbeitet und gekämpft haben. Was viele nicht wissen; Wikinger waren im Grunde genommen in der Landwirtschaft tätig. In der Zeit, in der es keine Arbeit in der Landwirtschaft gab, gingen sie auswärts "arbeiten" - oder eben kämpfen. Wikinger waren im Grunde genommen Seefahrer und Weltentdecker - wenn es aber irgendwo etwas zu holen gab, waren die Wikinger an erster Stelle.
Für Damian und Elin gab es auch viele Attraktionen wie Bogenschiessen oder Armbändeli basteln. Stelzenlaufen, balancieren, fischen.... alles kleinere Attraktionen für die kleinen. Für die Erwachsenen gab es interessante Geschichten und Informationen rund um die Wikinger und ihre imposanten Bauten.
Gegen Nachmittag entschieden wir uns dann, die Heimreise anzutreten. Zuerst prüften wir die Route im Detail, um nicht wieder auf einer Sandstrasse "fahren" zu müssen ;-) Die Route führte uns dann entlang der Hauptstrassen bis zum Campingplatz. Kurz nach unserer Ankunft setzte dann auch Regen ein - glücklich, noch vor den Regenschauern auf unserer Parzelle angekommen zu sein.
Am Abend nahmen wir gemeinsam mit Karin und Jonas am Pizzafest auf dem Campingplatz teil. So viel Pizza essen wie man mag - dies zum Preis von ca. 12 Fr. pro Person. Durchaus ein faires Angebot würde ich sagen. Dementsprechend waren die Sitzplätze auch heiss begehrt. Den "Schlummertrunk" verlegten wir dann in unser Vorzelt. Nach tollen Gesprächen und einer Runde Gesellschaftsspiele war es auch schon wieder Zeit Gute Nacht zu sagen.
Morgen werden uns Karin und Jonas bereits wieder verlassen und Dänemark weiter entdecken. Wir werden dann am Montag unsere Zelte abbrechen und zum nächsten Campingplatz im Osten Dänemarks fahren.
